Haushaltsrede 2026: Nachhaltigkeit braucht solide Finanzen

Unterstützung unserer Vereine, wie kürzlich für den TV Schweinheim und Ausbau der Schulen wie die Pestalozzischule in Scheinheim aber auch Kinterbetreuungen und ähnliches sind nur möglich, wenn ein solider Haushalt dahinter steht. Aschaffenburg wurde für sein Nachhaltigkeitskonzept ausgezeichnet. Doch echte Nachhaltigkeit entscheidet sich nicht in Programmen, sondern im städtischen Haushalt. Und hier besteht akuter Handlungsbedarf. Die CSU-Stadtratsfraktion stellt fest: Der Haushalt ist derzeit nicht nachhaltig aufgestellt.

In den vergangenen Jahren sind die laufenden Ausgaben deutlich schneller gestiegen als die Einnahmen. Besonders die Personalkosten haben seit 2020 um über 40 % zugenommen. Gleichzeitig schmelzen Rücklagen, Investitionen können nur noch über neue Schulden finanziert werden. Diese Entwicklung gefährdet die langfristige Handlungsfähigkeit der Stadt. Die CSU bekennt sich ausdrücklich zu sozialen Leistungen, Kultur, Vereinen und Bildung. Gerade diese freiwilligen Leistungen machen Aschaffenburg lebenswert. Doch sie lassen sich nur sichern, wenn der Haushalt wieder ins Gleichgewicht kommt. Verwaltung darf kein Selbstzweck sein – Ausgaben müssen kritisch überprüft, Strukturen effizienter gestaltet und Prioritäten klar gesetzt werden. Große Kostensteigerungen bei einzelnen Projekten, etwa im Bau- und Kulturbereich, zeigen, dass bessere Kostenkontrolle notwendig ist. Zugleich gibt es positive Beispiele wie die Stadtwerke oder die Stadtbau GmbH, die wichtige Aufgaben erfüllen und den Haushalt stärken. Die CSU stimmt dem Haushalt 2026 aus Verantwortung zu. Diese Zustimmung ist jedoch mit einer klaren Erwartung verbunden: Haushaltskonsolidierung muss oberste Priorität haben. Nur so bleibt Aschaffenburg auch künftig sozial stark, kulturell lebendig und finanziell handlungsfähig.